Zuletzt aktualisiert am 16.10.2026
Die weißen Sandstrände von Boracay, die Kalksteinfelsen von Palawan, die Chocolate Hills auf Bohol und die tropischen Inseln rund um Cebu machen die Philippinen zu einem der abwechslungsreichsten Reiseziele Südostasiens. Viele der bekannten Urlaubsregionen können mit üblichen Vorsichtsmaßnahmen gut besucht werden. Allerdings unterscheidet sich die Sicherheitslage erheblich zwischen den Inseln. Während touristische Gebiete in den Visayas und auf Palawan meist gut bereisbar sind, bestehen vor allem im Süden des Landes erhebliche Risiken durch Terrorismus, Entführungen und bewaffnete Konflikte.[3][4][6]
Kurz gesagt: Die Philippinen sind für Touristen in den bekannten Urlaubsregionen grundsätzlich gut bereisbar, landesweit jedoch nur bedingt sicher. Reiseziele wie Boracay, Bohol, Cebu, El Nido, Coron und Siargao können mit angemessener Aufmerksamkeit besucht werden. Für mehrere Regionen auf Mindanao und das Sulu-Archipel besteht dagegen eine deutsche Teilreisewarnung. Diese Gebiete sollten nicht bereist werden.[3][4][6]
Im gewöhnlichen Reisealltag sind vor allem Diebstahl, Betrugsversuche, Verkehrsunfälle und unsichere Fährverbindungen relevant. Besonders wichtig sind außerdem die Gefahren durch Taifune, Erdbeben und aktive Vulkane. Die Hauptstadtregion Metro Manila verlangt wegen ihrer höheren Straßenkriminalität mehr Aufmerksamkeit als viele touristische Inselgebiete.[3][5]
Kriminalitätsindex der Philippinen

Quelle Numbeo
Nach den im Oktober 2026 veröffentlichten Daten von Numbeo liegt der Kriminalitätsindex der Philippinen bei 43,35 Punkten. Der Sicherheitsindex beträgt 56,65 Punkte. Die Werte beruhen auf den Einschätzungen von 3.753 Mitwirkenden und zeigen landesweit ein moderates wahrgenommenes Kriminalitätsniveau.[1]
| Kriminalitätsindex | 43,35 |
| Sicherheitsindex | 56,64 |
| Sicherheit allein tagsüber | 72,41 – hoch |
| Sicherheit allein nachts | 54,36 – moderat |
| Mitwirkende | 3.753 |
| Letzte Aktualisierung | Oktober 2026 |
* Die Werte entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern.
Numbeo ermittelt seine Indizes aus den subjektiven Einschätzungen von Nutzern der Plattform. Die deutschsprachige Seite berücksichtigt nach eigenen Angaben Bewertungen aus den vergangenen drei Jahren. Es handelt sich somit nicht um eine amtliche Kriminalitätsstatistik.[1]
Auffällig ist das vergleichsweise hohe Sicherheitsgefühl am Tag, während das alleinige Unterwegssein in der Nacht deutlich zurückhaltender bewertet wird. Allerdings bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Städten. Manila erreicht einen deutlich höheren Kriminalitätsindex als beispielsweise Iloilo City oder Davao City.
Der Landesdurchschnitt darf deshalb nicht als Sicherheitsbewertung jeder einzelnen Insel verstanden werden. Vor allem die Terrorismus- und Entführungsrisiken auf Teilen Mindanaos werden durch einen solchen landesweiten Wahrnehmungsindex nicht ausreichend abgebildet.
Die private Reise-Sicherheitsplattform TravelSafe Abroad bewertet die Philippinen mit einem Safety Index von 47 von 100 Punkten. Die Länderbewertung wurde zuletzt am 29. Dezember 2025 aktualisiert.[2]
TravelSafe Abroad berücksichtigt neben Kriminalität auch Naturgefahren, Verkehrsrisiken und weitere praktische Sicherheitsaspekte. Die Bewertung basiert somit auf einer anderen Methode als der Numbeo-Index und ist nicht direkt mit diesem vergleichbar. Besonders bei den Philippinen ist eine getrennte Betrachtung der Regionen wichtig.
Gibt es aktuell eine Reisewarnung für die Philippinen?
Ja. Für die Philippinen besteht derzeit eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amts. Sie betrifft bestimmte Regionen auf Mindanao sowie das gesamte Sulu-Archipel einschließlich des dazwischenliegenden Seegebiets.[3]
Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in folgende Gebiete:[3]
| Zamboanga Peninsula (Region IX) | Für die gesamte Region besteht eine deutsche Teilreisewarnung. Hintergrund sind terroristische Aktivitäten, bewaffnete Konflikte und Entführungsrisiken. |
| Misamis Occidental und Lanao del Norte | Für diese beiden Provinzen in Northern Mindanao (Region X) wird ausdrücklich vor Reisen gewarnt. |
| Bangsamoro Autonomous Region (BARMM) | Die autonome Region einschließlich der besonders gefährdeten Gebiete rund um Marawi und Teile des muslimisch geprägten Mindanao ist von der Teilreisewarnung betroffen. |
| Soccsksargen (Region XII) | Für die gesamte Verwaltungsregion einschließlich General Santos City besteht eine deutsche Teilreisewarnung. |
| Sulu-Archipel und angrenzendes Seegebiet | Sämtliche Inseln des Sulu-Archipels und das dazwischenliegende Seegebiet fallen unter die Reisewarnung. Hier besteht insbesondere Gefahr durch terroristische Gruppen und Entführungen. |
Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen Mindanaos und in die Mindanao-See wird ebenfalls abgeraten. Ausdrücklich ausgenommen sind Davao City sowie die Inseln Camiguin, Dinagat und Siargao. Diese Ausnahmen bedeuten jedoch keine vollständige Entwarnung für die jeweiligen Reiseziele.[3]
Das US-Außenministerium stuft die Philippinen seit dem 1. September 2026 insgesamt auf Level 2 – Exercise Increased Caution ein. Für das Sulu-Archipel, die südliche Sulu-See und Marawi City gilt Level 4 – Do Not Travel. Für weitere Teile Mindanaos gilt Level 3 – Reconsider Travel, wobei die amerikanischen Ausnahmen teilweise enger gefasst sind als die deutschen.[6]
Auch das britische Außenministerium warnt vor Reisen in den Westen und das Zentrum Mindanaos sowie in das Sulu-Archipel. Für andere Teile Mindanaos bestehen zusätzliche Einschränkungen, von denen Camiguin, Dinagat und Siargao ausgenommen sind.[4]
Die bekannten Urlaubsregionen auf Boracay, Bohol, Cebu und Palawan sind von der deutschen Teilreisewarnung nicht betroffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dort keine gewöhnlichen Reisegefahren bestehen.
Reisewarnungen im Vergleich: Deutschland, Großbritannien und die USA
Die Außenministerien Deutschlands, Großbritanniens und der USA bewerten die Sicherheitslage auf den Philippinen teilweise unterschiedlich. Besonders bei Reisen nach Mindanao bestehen wichtige Unterschiede zwischen den regionalen Warnungen und Ausnahmen. Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Reiseempfehlungen im direkten Vergleich.[3][4][6]
Legende:
✅ Keine besondere regionale Reisewarnung
⚠️ Erhöhte Vorsicht (USA: Level 2)
🟠 Von nicht notwendigen Reisen abgeraten beziehungsweise Reise überdenken (USA: Level 3)
❌ Ausdrückliche Reisewarnung beziehungsweise von allen Reisen abgeraten (USA: Level 4)
| Region / Reiseziel | Deutschland | Großbritannien | USA |
| Boracay, Cebu, Bohol und Palawan | ✅ | ✅ | ⚠️ Level 2 |
| Sulu-Archipel und südliche Sulu-See | ❌ | ❌ | ❌ Level 4 |
| Marawi City | ❌ | ❌ | ❌ Level 4 |
| Zamboanga Peninsula (Region IX) | ❌ | ❌ | 🟠 Level 3 |
| Misamis Occidental und Lanao del Norte | ❌ | ❌ | 🟠 Level 3 |
| BARMM (ohne Marawi) | ❌ | ❌ | 🟠 Level 3 |
| Soccsksargen (Region XII) | ❌ | ❌ / 🟠 * | 🟠 Level 3 |
| Übrige Regionen Mindanaos ohne besondere Ausnahmen | 🟠 | 🟠 | 🟠 Level 3 |
| Davao City | ✅ | 🟠 | ⚠️ / 🟠 ** |
| Camiguin | ✅ | ✅ | 🟠 Level 3 |
| Dinagat und Siargao | ✅ | ✅ | ⚠️ Level 2 |
* Großbritannien unterscheidet geografisch zwischen westlichem und zentralem Mindanao sowie den übrigen Gebieten. Diese Abgrenzung entspricht nicht exakt den philippinischen Verwaltungsregionen. Innerhalb von Soccsksargen kann die britische Empfehlung deshalb je nach Ort unterschiedlich ausfallen.
** Die USA nehmen in Davao City nur das zentrale Geschäftsviertel und den Flughafen von der erhöhten regionalen Warnstufe 3 aus. Für andere Stadtgebiete gilt diese Ausnahme nicht. Weitere US-Ausnahmen betreffen unter anderem Davao del Norte, Samal und bestimmte Verkehrsverbindungen.
Wichtig: Ein grünes Häkchen bedeutet nicht, dass eine Region vollkommen sicher ist. Es zeigt lediglich, dass die jeweilige Regierung dort keine besondere regionale Reisebeschränkung empfiehlt. Die allgemeinen Sicherheitshinweise gelten weiterhin.
Die Empfehlungen können sich kurzfristig ändern. Prüfen Sie daher vor Reisebeginn die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts, des britischen Außenministeriums und des US-Außenministeriums.
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Welche Regionen auf den Philippinen sollte man meiden?
Die gravierendsten Sicherheitsprobleme konzentrieren sich auf bestimmte Regionen im Süden. Terroristische Gruppen und bewaffnete Organisationen sind dort weiterhin aktiv. Gleichzeitig bestehen in einigen Großstädten erhöhte Risiken durch Straßenkriminalität. Diese beiden Gefahrenarten sollten klar voneinander unterschieden werden.[3][5][6]
| Sulu-Archipel mit Jolo, Basilan und Tawi-Tawi | Die gesamte Inselgruppe und das angrenzende Seegebiet unterliegen einer deutschen Teilreisewarnung. Terroristische Gruppen wie Abu Sayyaf waren in der Region für Entführungen, Bombenanschläge und die Ermordung von Geiseln verantwortlich. Touristische Insel- und Bootsausflüge sollten hier vollständig unterbleiben.[3][5][6] |
| Marawi City und Teile von Lanao del Sur | Die Stadt war 2017 Schauplatz monatelanger schwerer Kämpfe zwischen radikalen Terrorgruppen und Sicherheitskräften. Im Dezember 2023 kam es erneut zu einem tödlichen Terroranschlag. Marawi liegt innerhalb der deutschen Teilreisewarnung; die USA stufen die Stadt zusätzlich auf Level 4 ein.[3][6] |
| Zamboanga Peninsula | Die gesamte Halbinsel im Westen Mindanaos ist von der deutschen Teilreisewarnung betroffen. Bewaffnete Gruppen, Terrorismus und Entführungen stellen weiterhin Risiken dar. Dies gilt nicht nur für abgelegene Gebiete, sondern auch für Reisen über größere Städte und Küstenabschnitte der Region.[3][5] |
| Cotabato und Soccsksargen | In der Region und angrenzenden Gebieten kam es wiederholt zu Bombenanschlägen sowie bewaffneten Auseinandersetzungen. Da die deutsche Teilreisewarnung die gesamte Region XII umfasst, sollte auch General Santos City nicht als gewöhnliches touristisches Reiseziel empfohlen werden.[3] |
| Misamis Occidental und Lanao del Norte | Beide Provinzen gehören ausdrücklich zu den deutschen Warngebieten. Auch bei geplanten Durchreisen sollten die regionalen Sicherheitsrisiken und mögliche Kampfhandlungen berücksichtigt werden. Für gewöhnliche Urlaubsreisen sollten diese Provinzen gemieden werden.[3] |
| Weitere abgelegene Gebiete auf Mindanao | Außerhalb der ausdrücklich gewarnten Regionen wird von nicht erforderlichen Reisen in andere Teile Mindanaos abgeraten. Ausgenommen sind nach deutscher Empfehlung Davao City, Camiguin, Dinagat und Siargao. Vor Überlandfahrten sollten die genauen regionalen Grenzen und aktuellen Entwicklungen überprüft werden.[3][6] |
| Abgelegene ländliche Gebiete auf Samar, Leyte, Negros und Mindoro | Das US-Außenministerium weist auf bewaffnete Auseinandersetzungen mit aufständischen Gruppen in einzelnen ländlichen und abgelegenen Regionen dieser Inseln hin. Daraus folgt keine allgemeine Reisewarnung für die gesamten Inseln. Ausflüge in entlegene Gebiete sollten jedoch nur nach aktueller Sicherheitsprüfung und mit örtlicher Unterstützung stattfinden.[6] |
| Problematische Bereiche von Metro Manila bei Nacht | In der Hauptstadtregion kommen Taschendiebstähle, Straßenraub und bewaffnete Überfälle vor. Besonders menschenleere Straßen, schlecht beleuchtete Bereiche und unzuverlässige Transportmöglichkeiten erhöhen das Risiko. Nicht die gesamte Metropolregion ist gleichermaßen betroffen; zentrale Geschäfts- und Hotelviertel sind anders zu bewerten als abgelegene Problemgebiete.[3][5] |
Wichtig ist insbesondere die Unterscheidung zwischen der deutschen Teilreisewarnung und den allgemeinen Risiken großer Städte. Während bestimmte Regionen Mindanaos wegen Terrorismus und Entführungsgefahr vollständig gemieden werden sollten, lassen sich viele andere Städte und Inseln mit normalen oder erhöhten Vorsichtsmaßnahmen besuchen.
Auch Davao City darf nicht automatisch mit den besonders gefährdeten Regionen im Westen Mindanaos gleichgesetzt werden. Die Stadt ist ausdrücklich von der deutschen Empfehlung gegen nicht erforderliche Reisen in weitere Teile Mindanaos ausgenommen. Dennoch sollten dort die allgemeine Sicherheitslage und die deutlich engeren amerikanischen regionalen Ausnahmen berücksichtigt werden.[3][6]
Welche Reiseziele auf den Philippinen sind für Touristen geeignet?
Die Philippinen verfügen über zahlreiche touristisch gut erschlossene Inseln und Städte außerhalb der aktuellen deutschen Teilreisewarnung. Besonders Boracay, Bohol, Cebu und Palawan gehören zu den beliebten Reisezielen. Auch Siargao bietet touristische Infrastruktur und ist ausdrücklich von der deutschen Empfehlung gegen nicht erforderliche Reisen in andere Teile Mindanaos ausgenommen.[3]
| Boracay | Die kleine Insel ist für den White Beach, ihre Hotels und gut entwickelte touristische Infrastruktur bekannt. Boracay liegt außerhalb der regionalen Reisewarnungen und eignet sich gut für einen klassischen Strandurlaub. Auf Wertsachen, seriöse Bootsbetreiber und aktuelle Wetterbedingungen sollte dennoch geachtet werden. |
| El Nido und Coron auf Palawan | Die beiden Reiseziele sind vor allem für ihre Kalksteinlandschaften, Lagunen und organisierten Inselhopping-Touren bekannt. Sie gehören nicht zu den aktuellen deutschen Warngebieten. Besonders bei Bootsausflügen, Tauchgängen und Transfers zwischen den Inseln sind Wetterbedingungen und Sicherheitsstandards entscheidend.[3][5] |
| Bohol und Panglao | Bohol ist für die Chocolate Hills und seine Natur bekannt, während Panglao eine große Auswahl an Strandhotels und Tauchmöglichkeiten bietet. Beide gehören zu den gut erschlossenen touristischen Regionen der Visayas. Übliche Vorsichtsmaßnahmen im Verkehr und bei Wasseraktivitäten sind ausreichend, sofern keine besonderen Wetterwarnungen bestehen.[3] |
| Cebu und Mactan | Cebu bietet eine Mischung aus Großstadt, Kultur, Stränden und Ausflügen zu umliegenden Inseln. Besonders Mactan verfügt über zahlreiche Hotels und Resorts. Cebu City selbst verlangt mehr Aufmerksamkeit wegen Straßenkriminalität und Verkehr. Im Numbeo-Vergleich schneidet die Stadt deutlich schlechter ab als Iloilo City.[1][9] |
| Siargao | Die Insel ist für ihre Surfstrände, tropischen Landschaften und Unterkünfte rund um General Luna bekannt. Siargao ist von den deutschen und britischen Einschränkungen für andere Teile Mindanaos ausdrücklich ausgenommen. Besonders relevant sind hier Wetterrisiken, mögliche starke Strömungen und die begrenzte medizinische Versorgung außerhalb größerer Zentren.[3][4] |
| Puerto Princesa | Die Hauptstadt der Provinz Palawan ist ein wichtiger Ausgangspunkt für den unterirdischen Fluss und weitere Naturausflüge. Die Stadt verfügt über einen Flughafen und touristische Unterkünfte. Für organisierte Tagesausflüge eignet sie sich gut, sofern Straßenverhältnisse, Wetter und Transportanbieter berücksichtigt werden. |
| Iloilo City | Die Stadt auf Panay bietet historische Kirchen, Museen und eine vergleichsweise gut entwickelte städtische Infrastruktur. Mit einem Numbeo-Kriminalitätsindex von 39,24 Punkten schneidet Iloilo deutlich besser ab als Manila. Dies ist jedoch ein subjektiver Vergleich und keine Garantie für persönliche Sicherheit.[1][10] |
| Manila und Makati | Die Hauptstadtregion besitzt bedeutende Sehenswürdigkeiten wie Intramuros, Museen und moderne Einkaufs- und Geschäftsviertel. Makati verfügt über zahlreiche größere Hotels und erreicht einen deutlich niedrigeren Numbeo-Kriminalitätsindex als Manila selbst. Dennoch bleiben Verkehr, Diebstahl und sichere Transfers wichtige Themen.[1][7][11] |
| Davao City | Die bedeutende Stadt im Südosten Mindanaos bietet Hotels, Kulturangebote und Zugang zu Ausflugszielen wie Samal Island. Davao City ist ausdrücklich von den entsprechenden deutschen Reiseeinschränkungen ausgenommen. Im Numbeo-Vergleich erzielt die Stadt niedrige Kriminalitätswerte. Die regionale Sicherheitslage und die engeren amerikanischen Ausnahmen müssen dennoch weiterhin beachtet werden.[3][6][12] |
Für eine erste Philippinen-Reise bieten sich besonders Boracay, Bohol, Cebu und Palawan an. Diese Regionen verfügen über eine etablierte touristische Infrastruktur und lassen sich mit Inlandsflügen oder organisierten Transfers kombinieren.
Die Hauptstadt Manila kann für kulturelle Besichtigungen interessant sein, sollte aber hinsichtlich Straßenkriminalität und Verkehr nicht mit kleineren Ferieninseln gleichgesetzt werden. Für längere Aufenthalte in Metro Manila sind gut erschlossene Geschäfts- und Hotelviertel wie Makati eine praktische Wahl.
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Die wichtigsten Risiken und Sicherheitstipps für einen Philippinen-Urlaub
Auf den Philippinen unterscheiden sich die Risiken je nach Reiseziel deutlich. Während in großen Städten vor allem Diebstahl, Betrug und Verkehrsgefahren auftreten, sind in bestimmten südlichen Regionen terroristische Anschläge und Entführungen die gravierendsten Gefahren. Hinzu kommen Naturereignisse, die auch gut erschlossene Urlaubsinseln betreffen können.[3][5][6]
| Taschendiebstahl und Straßenraub | In großen Städten, auf Märkten, an Busbahnhöfen und anderen belebten Orten kommen Taschendiebstähle und Handtaschenraub vor. Teilweise werden Wertsachen von vorbeifahrenden Motorradfahrern entrissen.[3][5] Tragen Sie Taschen möglichst auf der von der Straße abgewandten Seite, verzichten Sie auf auffälligen Schmuck und bewahren Sie wichtige Dokumente sicher auf. |
| Bewaffnete Überfälle | Insbesondere in großen Städten kann es zu bewaffneten Überfällen kommen. Auch Fahrzeuge und Passagiere öffentlicher Verkehrsmittel können betroffen sein.[3][5] Nutzen Sie zuverlässige Fahrdienste, vermeiden Sie einsame Wege nach Einbruch der Dunkelheit und leisten Sie bei einer bewaffneten Bedrohung keinen Widerstand. |
| Terrorismus und Entführungen | Auf Teilen Mindanaos und im Sulu-Archipel sind bewaffnete terroristische Gruppen aktiv. In der Vergangenheit kam es zu Bombenanschlägen, Entführungen ausländischer Staatsangehöriger und schweren Kämpfen mit Sicherheitskräften.[3][6] Meiden Sie die Gebiete der deutschen Teilreisewarnung und planen Sie keine Bootsausflüge in gefährdete südliche Seegebiete. |
| Taxi- und Transportbetrug | Einzelne Taxifahrer und ihre Komplizen haben Reisende beraubt oder durch betrügerische Fahrpreise geschädigt. Besonders an Flughäfen und in Großstädten sollten unbekannte Anbieter kritisch geprüft werden.[3][5] Nutzen Sie offizielle Taxis, etablierte Fahrdienst-Apps oder im Voraus organisierte Hoteltransfers. |
| Betrugsversuche und Kreditkartenmissbrauch | Das Auswärtige Amt warnt unter anderem vor Kreditkartenbetrug, unseriösen Geldwechselangeboten und Online-Betrugsmaschen. Auch vermeintliche persönliche Beziehungen können zum Erschleichen von Geld genutzt werden.[3] Lassen Sie Zahlungskarten nicht aus den Augen und überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen. |
| Manipulierte Speisen und Getränke | Das Auswärtige Amt berichtet über Fälle, in denen Speisen oder Getränken betäubende Substanzen beigemischt werden, um Reisende auszurauben oder unter Druck zu setzen.[3] Lassen Sie eigene Speisen und Getränke nicht unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine offenen Getränke von unbekannten Personen an. |
| Unsichere Fähren und Boote | Fähren können überladen, schlecht gewartet oder unzureichend mit Rettungsmitteln ausgestattet sein. Besonders während der Regenzeit kann sich der Seegang schnell verändern.[3][5] Nutzen Sie möglichst zuverlässige Betreiber, prüfen Sie Rettungswesten und verzichten Sie bei Sturmwarnungen auf Überfahrten. |
| Taifune und Überschwemmungen | Die Philippinen werden regelmäßig von tropischen Wirbelstürmen getroffen. Besonders zwischen Juni und Dezember können starke Niederschläge, Überschwemmungen und Erdrutsche auftreten.[3][4] Verfolgen Sie Warnungen des Wetterdienstes PAGASA und planen Sie bei Reisen in dieser Zeit ausreichend Spielraum für Flug- und Fährausfälle ein. |
| Erdbeben und Tsunamis | Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring und sind regelmäßig von Erdbeben betroffen. Starke Beben können Gebäude, Straßen und Küsteninfrastruktur beschädigen und in bestimmten Situationen Tsunamis auslösen.[3][6] Beachten Sie Evakuierungsanweisungen und informieren Sie sich in Küstenunterkünften über sichere Sammelpunkte. |
| Aktive Vulkane | Mehrere philippinische Vulkane, darunter Mayon, Taal und Kanlaon, können ihre Aktivität kurzfristig verändern. Sperrzonen, Ascheregen und Verkehrsunterbrechungen sind möglich.[3] Prüfen Sie vor Vulkanbesuchen die aktuellen Warnstufen von PHIVOLCS und betreten Sie keine gesperrten Gefahrenbereiche. |
| Straßenverkehr | Hohe Verkehrsdichte, riskantes Fahrverhalten und teilweise schlechte Straßenverhältnisse führen zu erheblichen Unfallgefahren. Besonders Motorräder und Roller sind davon betroffen.[3][5] Tragen Sie einen geeigneten Helm, fahren Sie defensiv und vermeiden Sie längere Fahrten bei Dunkelheit oder starkem Regen. |
| Denguefieber und andere Infektionskrankheiten | Durch Mücken übertragene Krankheiten wie Denguefieber kommen auf den Philippinen vor. Je nach Region und Reiseart können weitere Gesundheitsrisiken bestehen.[3] Verwenden Sie wirksamen Mückenschutz, achten Sie auf lange Kleidung und lassen Sie sich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten. |
| Medizinische Versorgung | In Manila und anderen größeren Städten stehen Krankenhäuser und private Kliniken zur Verfügung. Auf kleineren Inseln sind spezialisierte Behandlungen und schnelle Rettungstransporte jedoch nicht überall gewährleistet.[3][5] Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung ab, die gegebenenfalls medizinische Evakuierungen und einen Rücktransport umfasst. |
| Proteste und politische Unruhen | Demonstrationen und politische Spannungen können kurzfristig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, Straßensperren und Verkehrsbehinderungen führen. Auch in Metro Manila sind größere Protestveranstaltungen möglich.[3][4][6] Meiden Sie Demonstrationen und verfolgen Sie lokale Nachrichten. |
Kriminalitätsindex ausgewählter Städte auf den Philippinen
Für mehrere philippinische Städte stellt Numbeo separat erfasste Kriminalitätswerte bereit. Anders als bei vielen kleineren Inselzielen sind hier ausreichend Daten für einen einheitlichen Vergleich vorhanden. Die folgende Übersicht verwendet ausschließlich aktuelle Numbeo-Kriminalitätsindizes der deutschsprachigen Länderseite und mischt diese nicht mit den Sicherheitsbewertungen von TravelSafe Abroad.[1]
| Manila | 64,64 |
| Quezon City | 63,57 |
| Cebu City | 48,91 |
| Iloilo City | 39,24 |
| Makati | 37,71 |
| Davao City | 28,93 |
* Die Werte entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern.
Manila und Quezon City weisen innerhalb dieser Auswahl die höchsten Kriminalitätsindizes auf. Cebu City liegt im mittleren Bereich, während Iloilo City und Makati vergleichsweise niedriger bewertet werden. Davao City erreicht den niedrigsten Index der aufgeführten Städte.[1][7][8][9][10][11][12]
Die Werte verdeutlichen, warum Metro Manila nicht pauschal als eine einzige Sicherheitszone betrachtet werden sollte. Makati ist Teil der Metropolregion, unterscheidet sich hinsichtlich Infrastruktur und subjektiver Sicherheitsbewertung jedoch deutlich von Manila selbst.
Gleichzeitig ist die Einordnung von Davao City besonders wichtig: Der niedrige Kriminalitätsindex sagt nichts über Terrorismusrisiken in anderen Teilen Mindanaos aus. Die offiziellen regionalen Reisehinweise gelten unabhängig von Numbeo-Bewertungen.[3][6]
Auch sollte man die Ergebnisse nicht auf Boracay, El Nido, Coron oder Bohol übertragen. Für diese Urlaubsregionen existieren keine gleichwertigen Numbeo-Stadtwerte, weshalb ein direkter Zahlenvergleich nicht seriös wäre.
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Wo auf den Philippinen übernachten? Die besten Unterkünfte
Für einen ersten Philippinen-Urlaub bieten sich besonders die touristisch erschlossenen Regionen auf Boracay, Bohol, Cebu und Palawan an. Dort gibt es eine breite Auswahl an Hotels, Resorts und Unterkünften für verschiedene Reisebudgets.
Wer einen Aufenthalt in der Hauptstadtregion plant, findet in Makati zahlreiche größere Hotels und gute Verkehrsanbindungen. Auf Cebu eignet sich Mactan besonders für Strandunterkünfte und die Nähe zum internationalen Flughafen. Auf Bohol ist Panglao ein beliebter Ausgangspunkt.
Für Natur- und Inselhopping-Reisen kommen vor allem El Nido und Coron auf Palawan infrage. Siargao bietet sich für Surf- und Strandurlaub an, während Puerto Princesa insbesondere als Ausgangspunkt für Besichtigungen auf Palawan geeignet ist.
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Vor der Buchung sollte geprüft werden, ob die Unterkunft in einer gut erreichbaren touristischen Gegend liegt und zuverlässige Transfers angeboten werden. Besonders auf kleineren Inseln sind außerdem die Nähe zu medizinischen Einrichtungen sowie mögliche Einschränkungen durch das Wetter wichtige Auswahlkriterien.
Die Philippinen mit geführten Touren erkunden
Geführte Touren sind auf den Philippinen besonders für Inselhopping, Schnorchelausflüge, Bootstouren und Naturerlebnisse interessant. Zu den bekannten Ausflugszielen gehören die Lagunen von El Nido, die Inselwelt rund um Coron, die Chocolate Hills auf Bohol und verschiedene Tauchgebiete auf Cebu.
Bei Boots- und Schnorchelausflügen sollten Wetterbedingungen, Rettungswesten und die Erfahrung des Veranstalters berücksichtigt werden. Das gilt besonders während der Regenzeit, wenn sich Wind und Seegang kurzfristig verändern können.[3][5]
Für Vulkanwanderungen oder andere anspruchsvolle Naturausflüge ist eine ortskundige Begleitung sinnvoll. Touren dürfen jedoch nur in offiziell freigegebenen Gebieten stattfinden. Bei Vulkanwarnungen, Starkregen oder Taifungefahr sollten geplante Aktivitäten verschoben werden.
Notrufnummern auf den Philippinen
Auf den Philippinen gilt die zentrale Notrufnummer 911 für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere akute Notfälle. Im September 2025 wurde das landesweite Unified-911-System eingeführt, um zuvor getrennte Notfalldienste besser miteinander zu verbinden.[13]
| Polizei | 911 |
| Feuerwehr | 911 |
| Rettungsdienst | 911 |
| Katastrophen- und allgemeiner Notruf | 911 |
| Philippinisches Rotes Kreuz | 143 |
| Deutsche Botschaft Manila – Zentrale | +63 2 8702 3000 |
| Deutsche Botschaft Manila – Bereitschaftsdienst | +63 917 867 3000 |
Die Deutsche Botschaft befindet sich in Makati City innerhalb der Hauptstadtregion Metro Manila. Der Bereitschaftsdienst ist für dringende Notfälle deutscher Staatsangehöriger außerhalb der regulären Öffnungszeiten vorgesehen. Er ist an Werktagen außerhalb der Dienstzeit bis Mitternacht sowie an Wochenenden und Feiertagen von 8:00 bis 24:00 Uhr erreichbar.[14]
Aktuelle Telefonnummern und Hinweise finden Sie auf der Website der Deutschen Botschaft Manila.
Bei Notfällen auf kleineren Inseln oder in abgelegenen Regionen kann die tatsächliche Hilfeleistung trotz funktionierender Notrufnummer länger dauern. Reisende sollten deshalb möglichst auch die Notfallkontakte ihrer Unterkunft und ihrer Reisekrankenversicherung griffbereit haben.
Schlusswort
Ein Philippinen-Urlaub ist für Touristen in den bekannten Urlaubsregionen grundsätzlich gut möglich. Besonders Boracay, Bohol, Cebu, Palawan und Siargao bieten touristische Infrastruktur und attraktive Reiseziele. Dennoch unterscheiden sich die Sicherheitsbedingungen deutlich zwischen den Inseln und Städten.
Am schwerwiegendsten sind die Terrorismus- und Entführungsrisiken auf Teilen Mindanaos und im Sulu-Archipel. Für mehrere dieser Gebiete besteht eine deutsche Teilreisewarnung. Diese Warnungen müssen strikt von den Bedingungen in gewöhnlichen Ferienregionen unterschieden werden.[3][6]
In Großstädten wie Manila spielen vor allem Straßenkriminalität, Betrugsversuche und unsichere Transportmöglichkeiten eine Rolle. Auf kleineren Inseln stehen dagegen häufig Wetter, Fährsicherheit und die medizinische Erreichbarkeit im Vordergrund. Besonders Taifune, Erdbeben und vulkanische Aktivitäten können auch touristisch gut erschlossene Regionen kurzfristig beeinträchtigen.[3][5]
Wer seine Reiseziele sorgfältig auswählt, offizielle Warngebiete meidet und zuverlässige Unterkünfte sowie Transportanbieter nutzt, kann die Philippinen mit einem vertretbaren Sicherheitsniveau bereisen. Vor allem während der Taifunsaison sollten Wetterwarnungen und mögliche Reiseunterbrechungen frühzeitig berücksichtigt werden.
Verwendete Quellen:
- [1] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/land/Philippinen
- [2] https://www.travelsafe-abroad.com/philippines/
- [3] https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/philippinen-node/philippinensicherheit-212492
- [4] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/philippines
- [5] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/philippines/safety-and-security
- [6] https://travel.state.gov/en/international-travel/travel-advisories/philippines.html
- [7] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Manila
- [8] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Quezon-City
- [9] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Cebu-City
- [10] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Iloilo-City
- [11] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Makati
- [12] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Davao-City
- [13] https://pia.gov.ph/news/one-number-for-all-emergencies-unified-911-to-launch-nationwide/
- [14] https://manila.diplo.de/ph-de/01-botschaft/botschaft






