Zuletzt aktualisiert am 13.10.2026
Papua-Neuguinea lockt mit farbenprächtigen Kulturfestivals, tropischen Regenwäldern, spektakulären Tauchrevieren und Vulkanlandschaften rund um Rabaul. Auch die traditionsreichen Dörfer im Hochland und der historische Kokoda Track machen das Land für Abenteuerreisende interessant. Allerdings gehört Papua-Neuguinea zu den sicherheitstechnisch anspruchsvollsten Reisezielen im Pazifik. Besonders bewaffnete Überfälle, Carjacking, gewaltsame Clankonflikte und Entführungen stellen ernst zu nehmende Gefahren dar.[3][5][7]
Kurz gesagt: Papua-Neuguinea ist für Touristen insgesamt kein besonders sicheres Reiseland. Vor allem Port Moresby, Lae, Mount Hagen und mehrere Hochlandprovinzen weisen erhebliche Sicherheitsrisiken auf. Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in die Provinzen Southern Highlands, Western Highlands, Hela und Enga sowie auf die Insel Bougainville ab. Reisen in andere Regionen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, erfordern aber sorgfältige Planung, sichere Unterkünfte und möglichst ortskundige Begleitung.[3][5][7]
Für organisierte Reisen kommen beispielsweise Alotau, Kavieng, Kokopo und bestimmte Küstenregionen infrage. Diese Reiseziele sind jedoch nicht automatisch sicher. Auch außerhalb der besonders problematischen Regionen müssen Besucher mit bewaffneter Kriminalität, schwacher Infrastruktur und eingeschränkter medizinischer Hilfe rechnen.[3][8][9]
Kriminalitätsindex von Papua-Neuguinea

Quelle Numbeo
Nach den neuesten überprüfbaren Länderwerten von Numbeo erreicht Papua-Neuguinea einen Kriminalitätsindex von 80,92 Punkten. Der Sicherheitsindex beträgt lediglich 19,08 Punkte. Damit fällt die subjektive Sicherheitsbewertung außergewöhnlich negativ aus.[1]
| Kriminalitätsindex | 80,92 |
| Sicherheitsindex | 19,08 |
| Sicherheit allein tagsüber | 30,17 – niedrig |
| Sicherheit allein nachts | 14,97 – sehr niedrig |
| Mitwirkende | 202 |
| Letzte Aktualisierung | August 2026 |
* Die Werte entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern.
Die Numbeo-Daten beruhen auf den Wahrnehmungen von Nutzern der Plattform während der vergangenen drei Jahre. Sie stellen keine amtliche Polizeistatistik dar. Die Bewertungen verdeutlichen dennoch, wie unsicher sich viele Befragte im Alltag fühlen. Besonders auffällig ist das sehr niedrige Sicherheitsgefühl bei nächtlichen Wegen.[1]
Auch der offizielle Numbeo-Ländervergleich für die Jahresmitte 2026 führt Papua-Neuguinea mit einem Kriminalitätsindex von rund 81 Punkten an der Spitze der erfassten Länder. Die genaue Länderbewertung kann sich mit neuen Nutzereinträgen verändern. Entscheidend für Reisende ist deshalb nicht allein der Index, sondern die konkrete Sicherheitslage am jeweiligen Reiseziel.[1]
Die private Reise-Sicherheitsplattform TravelSafe Abroad bewertet Papua-Neuguinea mit einem Safety Index von 47 von 100 Punkten. Die Länderbewertung wurde zuletzt am 11. Dezember 2025 aktualisiert.[2]
Die Plattform berücksichtigt neben Kriminalität auch Verkehr, Naturgefahren und andere praktische Reiserisiken. Ihr Safety Index ist deshalb nicht mit dem Sicherheitsindex von Numbeo gleichzusetzen. Außerdem liegt die TravelSafe-Bewertung zeitlich vor den aktuellen behördlichen Reisehinweisen von 2026. Für die Reiseplanung haben daher die offiziellen Warnungen Vorrang.
Gibt es aktuell eine Reisewarnung für Papua-Neuguinea?
Das Auswärtige Amt spricht derzeit keine ausdrücklich als solche bezeichnete landesweite Reisewarnung aus. Es rät jedoch von nicht notwendigen Reisen in die Hochlandprovinzen Southern Highlands, Western Highlands, Hela und Enga sowie auf die Insel Bougainville ab. Hintergrund sind insbesondere bewaffnete Überfälle, gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Clans und die eingeschränkte Sicherheitsinfrastruktur.[3]
Deutlich weiter geht das US-Außenministerium. Es führt Papua-Neuguinea seit dem 29. April 2025 auf Level 3 – Reconsider Travel. Für Zentralbougainville rund um die Panguna-Mine sowie für das Hochland mit Ausnahme der Städte Mount Hagen und Goroka gilt sogar Level 4 – Do Not Travel.[7]
Das britische Außenministerium rät wiederum von allen nicht notwendigen Reisen nach Hela, Southern Highlands und in die Provinz Enga mit Ausnahme des Distrikts Wabag ab. Zudem warnt es vor schweren Gewaltverbrechen in Port Moresby, Lae und Mount Hagen.[4][5]
Die Empfehlungen unterscheiden sich damit hinsichtlich ihres regionalen Geltungsbereichs. Für deutsche Urlauber bleibt das Auswärtige Amt die wichtigste nationale Informationsquelle. Die teilweise strengeren amerikanischen und britischen Warnungen sollten bei der Planung jedoch ebenfalls berücksichtigt werden.
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Welche Regionen in Papua-Neuguinea sollte man meiden?
Die größten Sicherheitsprobleme konzentrieren sich auf mehrere Hochlandprovinzen, Teile Bougainvilles und bestimmte städtische Brennpunkte. Allerdings können bewaffnete Überfälle auch außerhalb dieser Gebiete auftreten. Deshalb sollten Reisende offizielle regionale Warnungen und lokale Sicherheitsinformationen gleichermaßen berücksichtigen.[3][5][6]
| Hela, Enga und Southern Highlands | In diesen Hochlandprovinzen kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clans, Überfällen und teilweise schweren Gewalttaten. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich von nicht notwendigen Reisen ab. Besonders kritisch können abgelegene Bergbaugebiete und Regionen mit aktuellen Clankonflikten sein.[3][4][6] |
| Western Highlands und Mount Hagen | Auch die Provinz Western Highlands gehört zu den Regionen, von deren Besuch das Auswärtige Amt ohne zwingenden Grund abrät. In Mount Hagen und der Umgebung besteht ein hohes Risiko schwerer Straßenkriminalität. Die USA nehmen das Stadtgebiet zwar von ihrer Hochlandwarnung der Stufe 4 aus, dies bedeutet jedoch keine allgemeine Entwarnung.[3][5][7] |
| Bougainville und Panguna-Mine | Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen auf die gesamte Insel Bougainville ab. Besonders problematisch sind das zentrale Bergland und die Umgebung der ehemaligen Panguna-Mine, wo weiterhin gewaltsame Konflikte und Zugangsbeschränkungen möglich sind. Das US-Außenministerium warnt ausdrücklich vor Reisen nach Zentralbougainville.[3][6][7] |
| Port Moresby – Waigani und abgelegene Stadtteile | In der Hauptstadt besteht ein hohes Risiko bewaffneter Überfälle und Carjackings. Das britische Außenministerium nennt insbesondere das Gebiet um das Parlamentsgebäude in Waigani außerhalb der Geschäftszeiten. Auch in Siedlungsgebieten und abgelegenen Stadtteilen ist besondere Vorsicht erforderlich. Fahrten sollten ausschließlich mit vertrauenswürdigen Transportdiensten erfolgen.[5][8] |
| Lae und Straße zum Nadzab Airport | Lae gehört zu den Städten mit hoher Gewaltkriminalität. Die Verbindung zwischen Lae und dem Flughafen Nadzab gilt als besonders gefährdet durch Überfälle und Fahrzeugkriminalität. Transfers sollten im Voraus über verlässliche Hotels oder Reiseveranstalter organisiert werden.[5][8] |
| Abgelegene Strecken im Hochland | Auf Überlandstraßen können bewaffnete Straßensperren, Überfälle und gewaltsame Auseinandersetzungen auftreten. Besonders problematisch sind Fahrten in Konfliktgebiete sowie Strecken mit eingeschränkter Polizeipräsenz. Verzichten Sie auf Nachtfahrten und organisieren Sie notwendige Transfers nur nach aktueller lokaler Sicherheitsprüfung.[3][5][8] |
| Grenzregion zu Indonesien | Die teilweise schlecht markierte Grenze kann durch bewaffnete Zusammenstöße zwischen indonesischen Sicherheitskräften und separatistischen Gruppen auf der indonesischen Seite beeinflusst werden. Besonders abgelegene Grenzabschnitte sollten nicht ohne aktuelle Informationen und ortskundige Begleitung bereist werden.[6] |
| Kokoda Track und Black Cat Track | Auf beiden bekannten Trekkingrouten wurden in der Vergangenheit schwere Überfälle gemeldet. Gleichzeitig handelt es sich um touristisch bedeutsame Wanderstrecken. Begehungen sollten ausschließlich nach aktueller Sicherheitsprüfung mit erfahrenen, seriösen Reiseveranstaltern und ortskundigen Führern erfolgen.[3][5] |
Nicht jede Stadt oder Provinz außerhalb dieser Liste ist automatisch sicher. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass Überfälle auch in von Touristen frequentierten Gebieten und Unterkünften vorkommen können. Spontane Individualreisen ohne lokale Kontakte sind daher besonders problematisch.[3]
Welche Reiseziele in Papua-Neuguinea sind für Touristen geeignet?
Trotz der angespannten Sicherheitslage besitzt Papua-Neuguinea mehrere bedeutende Reiseziele mit touristischer Infrastruktur. Eine Reise kommt insbesondere dann infrage, wenn sie über erfahrene Veranstalter organisiert wird und aktuelle Sicherheitshinweise berücksichtigt werden. Die folgenden Orte sind deshalb mögliche Reiseziele, aber keine uneingeschränkt sicheren Ferienregionen.[3][9]
| Alotau und Milne Bay | Alotau ist ein wichtiger Ausgangspunkt für organisierte Ausflüge in die Inselwelt der Milne Bay Province. Die Region ist bekannt für Korallenriffe, Tauchgebiete und kulturelle Veranstaltungen. Besucher sollten sichere Transfers und Bootsausflüge im Voraus organisieren. Vor längeren Fahrten und Fahrten zu abgelegenen Inseln müssen Wetter, Sicherheitslage und medizinische Erreichbarkeit geprüft werden.[7][9] |
| Kavieng und New Ireland | Kavieng im Norden von New Ireland dient als Ausgangspunkt für Tauchreisen, Inselbesuche und Ausflüge entlang des Boluminski Highway. Es gibt Gästehäuser, Resorts und spezialisierte Reiseanbieter. Die Region kann für gut organisierte Aufenthalte infrage kommen, wobei abgelegene Gebiete und Seetransfers sorgfältige Planung erfordern.[9][13] |
| Kokopo und East New Britain | Kokopo verfügt über Hotels, touristische Anbieter und einen Flughafen. Von hier aus werden Ausflüge zu historischen Stätten, den Duke-of-York-Inseln und in die Vulkanregion um Rabaul angeboten. Allerdings kommen auch in Kokopo Gewaltkriminalität und Überfälle vor. Zudem muss die aktuelle vulkanische Aktivität berücksichtigt werden.[8][14] |
| Goroka | Die Stadt in den Eastern Highlands ist besonders für das Goroka Show Kulturfestival, traditionelle Dörfer und Kaffeeplantagen bekannt. Das US-Außenministerium nimmt Goroka ausdrücklich von seiner Reisewarnung der höchsten Stufe für das übrige Hochland aus. Dennoch bestehen auch hier erhebliche Sicherheitsrisiken, insbesondere bei Überlandfahrten und Ausflügen in umliegende Gebiete. Organisierte Reisen mit lokalen Partnern sind erforderlich.[7][9] |
| Tufi und Oro Province | Die Küstenregion um Tufi ist für ihre fjordähnlichen Buchten, Korallenriffe und Tauchmöglichkeiten bekannt. Sie eignet sich vor allem für organisierte Natur- und Tauchreisen mit zuverlässigen Unterkünften und Transfers. Wegen der abgelegenen Lage sollten medizinische Evakuierungsmöglichkeiten und die Erreichbarkeit sorgfältig geklärt werden.[9] |
| Port Moresby | Die Hauptstadt besitzt den internationalen Flughafen, größere Hotels und Sehenswürdigkeiten wie den National Parliament House sowie den Port Moresby Nature Park. Wegen der hohen Gewaltkriminalität ist sie jedoch kein geeignetes Ziel für unbegleitete Stadterkundungen. Falls ein Aufenthalt notwendig ist, sollten gesicherte Unterkünfte und vollständig organisierte Transfers bevorzugt werden.[3][5][10] |
Auch Madang besitzt touristisch interessante Küstenlandschaften und Tauchgebiete. Die Sicherheitslage verlangt jedoch eine besonders sorgfältige Prüfung, da Gewaltkriminalität und Fahrzeugüberfälle auch in dieser Stadt vorkommen. Reisende sollten nicht allein aufgrund der touristischen Attraktivität von günstigen Sicherheitsbedingungen ausgehen.[7][8]
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Die wichtigsten Risiken und Sicherheitstipps für einen Papua-Neuguinea-Urlaub
Papua-Neuguinea unterscheidet sich hinsichtlich der Reiserisiken deutlich von vielen klassischen Urlaubsländern. Neben alltäglicher Diebstahlkriminalität müssen Reisende vor allem schwere Gewaltverbrechen, Clankonflikte und bewaffnete Überfälle berücksichtigen. Hinzu kommen schwierige Verkehrsbedingungen, Naturgefahren und eine teilweise sehr eingeschränkte medizinische Versorgung.[3][5][7]
| Bewaffnete Überfälle | Raubüberfälle mit Schusswaffen und Macheten kommen insbesondere in größeren Städten und auf bestimmten Überlandstraßen vor. Auch Hotels, Restaurants und andere von Ausländern frequentierte Einrichtungen können betroffen sein.[3][5] Bevorzugen Sie gesicherte Unterkünfte, vermeiden Sie unnötige Wege außerhalb bewachter Anlagen und leisten Sie bei einem bewaffneten Überfall keinen Widerstand. |
| Carjacking und Straßensperren | Kriminelle können Fahrzeuge anhalten, Insassen bedrohen oder Autos gewaltsam entwenden. Besonders riskant sind einzelne Strecken rund um Port Moresby, Lae und das Hochland.[5][8] Nutzen Sie organisierte Transfers, halten Sie Fahrzeugtüren verriegelt und Fenster geschlossen und verzichten Sie auf Nachtfahrten. |
| Clankonflikte und bewaffnete Auseinandersetzungen | Streitigkeiten zwischen lokalen Gemeinschaften können kurzfristig eskalieren und zu Schießereien, Straßensperren sowie der Unterbrechung öffentlicher Dienstleistungen führen. Besonders betroffen sind verschiedene Hochlandprovinzen.[3][4][6] Meiden Sie die ausdrücklich genannten Risikoregionen und fragen Sie vor jeder Weiterreise bei zuverlässigen lokalen Kontakten nach der aktuellen Lage. |
| Entführungen | Insbesondere in abgelegenen Gebieten und in der Nähe einzelner Bergbauprojekte wurden Entführungen und Lösegeldforderungen dokumentiert. Das Auswärtige Amt berichtet unter anderem von einem Fall aus dem Jahr 2023.[3][5] Reisen Sie nicht ohne gesicherte Organisation in entlegene Konfliktgebiete und hinterlegen Sie Ihre Route bei vertrauenswürdigen Kontaktpersonen. |
| Sexuelle Übergriffe | Sexuelle Gewalt stellt ein ernstes Sicherheitsproblem dar. Allein reisende Frauen können besonderen Risiken ausgesetzt sein. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden schwere Übergriffe dokumentiert.[3][5][7] Vermeiden Sie unbegleitete Wege, nutzen Sie gesicherte Fahrdienste und organisieren Sie Aufenthalte möglichst über erfahrene Reiseanbieter. |
| Öffentliche Verkehrsmittel und Taxis | In lokalen Kleinbussen, sogenannten PMVs, sowie in nicht zuverlässig organisierten Taxis sind bewaffnete Überfälle und andere Straftaten vorgekommen. Zudem entsprechen viele Fahrzeuge nicht ausreichenden Sicherheitsstandards.[3][5] Nutzen Sie möglichst ausschließlich Transfers Ihrer Unterkunft oder vertrauenswürdiger Veranstalter. |
| Korruption und falsche Forderungen | Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass vereinzelt auch Polizeibeamte von Ausländern Geld fordern können, beispielsweise unter Androhung von Strafen oder Festnahmen.[3] Führen Sie gültige Dokumente mit, bleiben Sie ruhig und bitten Sie bei unklaren Forderungen um eine offizielle Erklärung oder eine überprüfbare Zahlungsquittung. |
| Erdbeben und Vulkane | Papua-Neuguinea liegt am Pazifischen Feuerring. Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche können auftreten. Besonders vulkanisch aktive Regionen finden sich unter anderem rund um Rabaul sowie auf Manam, Kadovar und Bougainville.[3][5] Informieren Sie sich vor Ausflügen über aktuelle Sperrzonen und folgen Sie bei Warnungen den Anweisungen der lokalen Behörden. |
| Starkregen, Erdrutsche und Überschwemmungen | Heftige Regenfälle können Straßen und Brücken beschädigen oder ganze Regionen zeitweise unzugänglich machen. Besonders zwischen November und Mai können tropische Stürme und starke Niederschläge auftreten.[3][5] Prüfen Sie aktuelle Wetterberichte, planen Sie zusätzliche Reisetage ein und vermeiden Sie Fahrten über überschwemmte Straßen. |
| Malaria und andere Infektionskrankheiten | Malaria und durch Mücken übertragene Krankheiten wie Denguefieber stellen gesundheitliche Risiken dar. Auch die Impf- und Infektionslage muss vor einer Reise geprüft werden.[3][8] Lassen Sie sich rechtzeitig reisemedizinisch beraten, verwenden Sie wirksamen Mückenschutz und überprüfen Sie Ihren Impfschutz. |
| Medizinische Versorgung | Außerhalb größerer Städte ist die medizinische Versorgung häufig stark eingeschränkt. In abgelegenen Regionen können Krankenhäuser, Rettungsfahrzeuge und zuverlässige Kommunikationsmöglichkeiten fehlen.[3][7] Schließen Sie unbedingt eine Reisekrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung und Rücktransport ab. |
| Bootsfahrten und Piraterie | Bei kleineren Booten können mangelhafte Sicherheitsausrüstung, Überladung und plötzlich wechselndes Wetter gefährlich werden. Das US-Außenministerium weist zudem auf Piraterievorfälle insbesondere in Gewässern um Madang und Milne Bay hin.[3][7] Wählen Sie überprüfbare Anbieter mit Rettungswesten und vermeiden Sie unsichere oder unbegleitete Seerouten. |
| Versorgungsunterbrechungen | Strom- und Wasserausfälle können auch größere Städte betreffen. Im Jahr 2026 berichteten australische Behörden außerdem von zunehmenden Dürreproblemen und möglichen Auswirkungen auf Wasser- und Energieversorgung.[4][8] Wählen Sie möglichst gut ausgestattete Unterkünfte und halten Sie Trinkwasser, Medikamente sowie eine geladene Powerbank bereit. |
Sicherheitsvergleich ausgewählter Reiseziele in Papua-Neuguinea
Numbeo veröffentlicht für Port Moresby einen separat erfassten Kriminalitätsindex von 81,39 Punkten und einen Sicherheitsindex von 18,61 Punkten. Die Stadtbewertung basiert auf 144 Mitwirkenden und wurde im August 2026 aktualisiert.[10]
Für mehrere andere wichtige Reiseziele sind dagegen keine ausreichend aktuellen und vergleichbaren Numbeo-Stadtwerte verfügbar. TravelSafe Abroad führt ebenfalls keinen vollständigen Sicherheitsvergleich aller bedeutenden Städte des Landes. Deshalb verwenden wir keine erfundenen oder methodisch gemischten Punktwerte, sondern stellen die regionalen Risiken anhand offizieller Reisehinweise gegenüber.
| Port Moresby | Sehr hohe Gewaltkriminalität, bewaffnete Überfälle und Carjacking. Die Hauptstadt ist ein wichtiges Verkehrszentrum, erfordert aber gesicherte Unterkünfte und organisierte Transfers. Alleinige Stadterkundungen sind nicht empfehlenswert.[3][5][10] |
| Lae | Hohes Risiko schwerer Straßenkriminalität und bewaffneter Überfälle. Besonders die Verbindung zum Flughafen Nadzab und einzelne Außenbezirke erfordern sorgfältig organisierte Fahrten.[5][8] |
| Mount Hagen | Touristisch bedeutende Stadt im Hochland, aber erhebliche Risiken durch Kriminalität und regionale Konflikte. Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in die gesamte Provinz Western Highlands ab.[3][7] |
| Goroka | Bekanntes Kulturreiseziel in den Eastern Highlands. Eine organisierte Anreise per Flugzeug und lokale Begleitung sind besonders wichtig. Die Sicherheitslage muss vor Ausflügen in umliegende Regionen neu bewertet werden.[7][9] |
| Alotau | Touristischer Ausgangspunkt für Milne Bay und organisierte Inselreisen. Die Region liegt außerhalb der ausdrücklich genannten deutschen Hochlandwarnungen, doch maritime Risiken, abgelegene Gebiete und allgemeine Kriminalität bleiben relevant.[3][7][9] |
| Kokopo | Verfügt über touristische Unterkünfte und Zugang zu Rabaul. Allerdings bestehen auch hier Risiken durch Gewaltkriminalität. Zusätzlich müssen vulkanische Aktivität und mögliche Reiseunterbrechungen berücksichtigt werden.[8][14] |
| Kavieng | Ausgangspunkt für organisierte Tauch- und Naturreisen auf New Ireland. Die Sicherheitsplanung sollte sich auf vertrauenswürdige Unterkünfte, organisierte Transfers und die begrenzte Erreichbarkeit abgelegener Gebiete konzentrieren.[9][13] |
* Die Einschätzungen entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern. Es handelt sich nicht um eine statistische Rangliste der Städte.
Die Unterschiede zwischen den Reisezielen betreffen vor allem Art und Konzentration der Gefahren sowie die touristische Infrastruktur. Port Moresby und Lae weisen dokumentierte Risiken schwerer Straßenkriminalität auf. Andere Regionen können für organisierte Reisen infrage kommen, sind deshalb aber nicht automatisch sicher. Ein seriöser numerischer Sicherheitsvergleich sämtlicher Orte ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht möglich.
Wo in Papua-Neuguinea übernachten? Die besten Unterkünfte
Bei der Unterkunftswahl sollte in Papua-Neuguinea Sicherheit wichtiger sein als der niedrigste Preis. Gute Hotels verfügen möglichst über kontrollierte Zugänge, zuverlässige Transportdienste und Personal, das bei der Organisation von Ausflügen helfen kann. Einfache Unterkünfte können insbesondere außerhalb touristischer Zentren deutlich geringere Sicherheitsstandards aufweisen.[3]
Für organisierte Natur- und Kulturreisen kommen vor allem Alotau, Kavieng und Kokopo als Ausgangspunkte infrage. Tufi eignet sich für spezialisierte Tauch- und Naturaufenthalte mit vorab organisierter Anreise. Ein Aufenthalt in Port Moresby kann wegen des internationalen Flughafens erforderlich sein, sollte aber möglichst kurz gehalten und vollständig abgesichert werden.
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Vor einer Buchung sollten insbesondere die Sicherheitsmaßnahmen der Unterkunft, die Organisation des Flughafentransfers und die aktuellen Hinweise zur jeweiligen Region geprüft werden. Eine Unterkunft in einem touristisch bekannten Ort bedeutet nicht automatisch, dass individuelle Ausflüge ohne Begleitung sicher sind.
Papua-Neuguinea mit geführten Touren erkunden
Für Papua-Neuguinea sind organisierte Reisen mit erfahrenen lokalen Veranstaltern besonders sinnvoll. Das gilt für kulturelle Besuche rund um Goroka ebenso wie für Tauchreisen nach New Ireland, Ausflüge in die Milne Bay oder Trekkingtouren auf dem Kokoda Track.
Seriöse Anbieter können geeignete Transportmöglichkeiten bereitstellen, über regionale Konflikte informieren und den Kontakt zu lokalen Gemeinschaften erleichtern. Das beseitigt jedoch nicht alle Risiken. Auch bei geführten Reisen sollten die aktuellen Empfehlungen des Auswärtigen Amts berücksichtigt und Gebiete mit ausdrücklichen Reisebeschränkungen gemieden werden.[3][5][9]
Notrufnummern in Papua-Neuguinea
In Papua-Neuguinea gelten unterschiedliche Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Das britische Außenministerium veröffentlicht die folgenden landesweiten Nummern.[11]
| Polizei | 112 |
| Feuerwehr | 110 |
| Rettungsdienst | 111 |
| Deutscher Honorarkonsul in Port Moresby | +675 321 2466 |
| Deutsche Botschaft Canberra – Bereitschaftsdienst | +61 412 359 826 |
Papua-Neuguinea verfügt über keine eigene deutsche Botschaft. Die Deutsche Botschaft in Canberra ist auch für Papua-Neuguinea akkreditiert. Vor Ort gibt es einen deutschen Honorarkonsul in Port Moresby, der nach vorheriger Terminvereinbarung erreichbar ist.[12]
Der Bereitschaftsdienst der Deutschen Botschaft Canberra ist außerhalb der regulären Dienstzeiten für dringende konsularische Notfälle vorgesehen. Die Nummer ist während der normalen Öffnungszeiten nicht in Betrieb. Aktuelle Kontaktinformationen finden Sie auf der Website der deutschen Auslandsvertretungen.[12]
Beachten Sie außerdem, dass Rettungsdienste und Polizei in abgelegenen Regionen nur eingeschränkt erreichbar sein können. Selbst bei einer funktionierenden Notrufnummer ist eine schnelle Hilfe nicht überall gewährleistet.[3][7]
Schlusswort
Ein Papua-Neuguinea-Urlaub ist mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden und eignet sich nicht für unvorbereitete Individualreisen. Bewaffnete Überfälle, Fahrzeugraub, sexuelle Gewalt und gewaltsame Clankonflikte gehören zu den wichtigsten Gefahren. Besonders die Hochlandprovinzen und Teile Bougainvilles sind problematisch. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich von nicht notwendigen Reisen in mehrere dieser Regionen ab.[3][5][7]
Trotzdem besitzt das Land touristisch bedeutende Reiseziele. Alotau, Kavieng, Kokopo und einige andere Regionen können mit zuverlässigen Veranstaltern, gesicherten Unterkünften und sorgfältiger Vorbereitung bereist werden. Eine Garantie für sichere Reisebedingungen besteht jedoch auch dort nicht.
Wer eine Reise plant, sollte deshalb die aktuellen Reisehinweise unmittelbar vor Abreise prüfen, auf unbegleitete Fahrten und nächtliche Wege verzichten und für alle wichtigen Transfers vertrauenswürdige Anbieter nutzen. Ebenso unverzichtbar sind eine gute Reisekrankenversicherung mit Evakuierungsschutz und ein realistischer Notfallplan.
Papua-Neuguinea bietet außergewöhnliche Natur- und Kulturerlebnisse. Die Sicherheitslage verlangt jedoch deutlich mehr Vorbereitung und Zurückhaltung als in gewöhnlichen Urlaubsländern. Für unerfahrene Individualreisende ist das Land derzeit nur sehr eingeschränkt geeignet.
Verwendete Quellen:
- [1] https://es.numbeo.com/criminalidad/pa%25C3%25ADs/Papua-Nueva-Guinea
- [2] https://www.travelsafe-abroad.com/papua-new-guinea/
- [3] https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/papuaneuguinea-node/papuaneuguineasicherheit-220698
- [4] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/papua-new-guinea
- [5] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/papua-new-guinea/safety-and-security
- [6] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/papua-new-guinea/regional-risks
- [7] https://travel.state.gov/content/travel/en/traveladvisories/traveladvisories/papua-new-guinea-travel-advisory.html
- [8] https://www.smartraveller.gov.au/destinations/pacific/papua-new-guinea
- [9] https://papuanewguinea.travel/stories/first-time-visitors-guide-papua-new-guinea/
- [10] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Port-Moresby
- [11] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/papua-new-guinea/getting-help
- [12] https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/papuaneuguinea-node/papuaneuguinea-220700
- [13] https://papuanewguinea.travel/new-ireland-province/
- [14] https://papuanewguinea.travel/east-new-britain-province/






