Zuletzt aktualisiert am 29.09.2026
Seoul, Busan, Jeju und historische Orte wie Gyeongju gehören zu den bekanntesten Zielen einer Südkorea-Reise. Sicherheitsfragen spielen im normalen Reisealltag meist eine kleinere Rolle als in vielen anderen Fernreisezielen: Die Kriminalitätsrate ist niedrig, dennoch sollten Reisende politische Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sowie saisonale Naturgefahren im Blick behalten.[3][4]
Kurz gesagt: Südkorea ist für Touristen grundsätzlich ein sicheres Reiseland. Gewaltkriminalität und Taschendiebstahl sind vergleichsweise selten, und auch die bekannten Reiseziele können mit normalen Vorsichtsmaßnahmen gut besucht werden.[3][4]
Besondere Aufmerksamkeit erfordern vor allem Taifune und Starkregen im Sommer, größere Demonstrationen sowie vereinzelte Vorfälle mit manipulierten Getränken in Ausgehvierteln von Seoul. Die Spannungen mit Nordkorea haben laut Auswärtigem Amt in den vergangenen Jahren keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Sicherheit von Reisenden gehabt.[3]
Kriminalitätsindex von Südkorea

Quelle Numbeo
Nach den aktuellen Daten von Numbeo liegt der Kriminalitätsindex von Südkorea bei 30,23 Punkten. Der Sicherheitsindex erreicht 69,77 Punkte.[1]
| Kriminalitätsindex | 30,23 |
| Sicherheitsindex | 69,77 |
| Sicherheit allein tagsüber | 81,79 – sehr hoch |
| Sicherheit allein nachts | 72,37 – hoch |
| Mitwirkende | 1.290 |
| Letzte Aktualisierung | September 2026 |
* Die Werte entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern.
Die Numbeo-Werte beruhen auf den Einschätzungen von Nutzern während der vergangenen drei Jahre und stellen keine amtliche Kriminalitätsstatistik dar. Sowohl tagsüber als auch nachts wird das Sicherheitsgefühl vergleichsweise hoch bewertet.[1]
Auch TravelSafe Abroad bewertet Südkorea als sehr sicher. Die private Plattform vergibt aktuell einen Safety Index von 86 von 100 Punkten; die Bewertung wurde am 7. Januar 2026 aktualisiert.[2]
Numbeo und TravelSafe Abroad verwenden unterschiedliche Methoden und sollten nicht direkt miteinander verrechnet werden. Beide Bewertungen passen jedoch zur Einschätzung der offiziellen Reisehinweise, nach denen gewöhnliche Kriminalität für Touristen in Südkorea kein besonders großes Risiko darstellt.
Lesen Sie auch: Wie gefährlich ist Manila für Touristen?
Gibt es aktuell eine Reisewarnung für Südkorea?
Für Südkorea besteht derzeit keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Kriminalitätsrate wird ausdrücklich als niedrig beschrieben.[3]
Auch das US-Außenministerium führt Südkorea aktuell auf Level 1 – Exercise Normal Precautions. Reisende sollten dennoch Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel sowie größere Demonstrationen verfolgen.[3][5]
Welche Regionen in Südkorea sollte man meiden?
Es gibt derzeit keine gewöhnliche Touristenregion in Südkorea, von deren Besuch generell abgeraten wird. Einschränkungen ergeben sich vor allem durch militärische Sperrgebiete oder vorübergehende Gefahrenlagen.[3][4]
| Militärisches Sperrgebiet an der Grenze zu Nordkorea | Unmittelbar vor der innerkoreanischen Grenzlinie befinden sich militärisch kontrollierte und gesperrte Bereiche. Reisende sollten Absperrungen und Anweisungen der Behörden strikt beachten und sich der Grenze nicht eigenständig über nicht freigegebene Wege nähern.[3][4] |
| Bereiche mit laufenden Demonstrationen | Vor allem in Seoul finden regelmäßig größere Kundgebungen statt. Sie verlaufen meist friedlich, können aber Verkehrswege blockieren. Reisende sollten aktive Demonstrationen und größere Menschenansammlungen meiden.[3][4] |
| Gesperrte Küsten- und Berggebiete bei Taifunen | Zwischen Sommer und Frühherbst können Taifune, Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche zu kurzfristigen Sperrungen führen. Betroffene Gebiete sollten während offizieller Warnungen nicht betreten werden.[3][4] |
| Waldbrandgebiete | Bei Waldbränden können Wanderwege, Straßen und Naturgebiete kurzfristig geschlossen werden. Folgen Sie Evakuierungsanweisungen und betreten Sie keine abgesperrten Bereiche.[4] |
Südkorea besitzt damit keine klassischen touristischen „No-go-Areas“. Entscheidend sind vor allem temporäre Sperrungen und behördliche Warnungen.
Welche Reiseziele in Südkorea sind für Touristen geeignet?
Die wichtigsten Reiseziele des Landes sind gut erschlossen und verfügen über ein sehr gut ausgebautes Verkehrsnetz. Auch größere Städte können mit normalen Vorsichtsmaßnahmen problemlos besucht werden.[3]
| Seoul | Die Hauptstadt gehört zu den sichersten großen Metropolen Asiens und ist für Stadt-, Kultur- und Shoppingreisen sehr gut geeignet. Öffentliche Verkehrsmittel sind hervorragend ausgebaut; lediglich in stark frequentierten Ausgehvierteln sollte nachts die übliche Aufmerksamkeit gelten.[3][6] |
| Busan | Die große Hafenstadt eignet sich besonders für eine Kombination aus Stadt-, Strand- und Kultururlaub. Haeundae, Gwangalli und zentrale Sehenswürdigkeiten sind touristisch gut erschlossen; während der Taifunsaison sollten Wetterwarnungen beachtet werden.[4][7] |
| Jeju | Die Insel zählt zu den beliebtesten Natur- und Ferienzielen Südkoreas. Wanderwege, Vulkanlandschaften und Küstenorte sind gut zugänglich; bei Starkregen oder Taifunen können einzelne Routen vorübergehend gesperrt werden.[4][10] |
| Gyeongju | Gyeongju gehört zu den bedeutendsten Kultur- und Geschichtszielen des Landes und eignet sich sehr gut für individuelle Rundreisen. Für Touristen bestehen keine besonderen regionalen Sicherheitswarnungen. |
| Incheon | Die Stadt westlich von Seoul ist nicht nur Standort des wichtigsten internationalen Flughafens, sondern bietet auch Küstengebiete, Inseln und historische Viertel. Der aktuelle Numbeo-Kriminalitätsindex liegt weiterhin auf niedrigem Niveau.[8] |
Lesen Sie auch: Wie gefährlich ist Tiflis für Touristen?
Die wichtigsten Risiken und Sicherheitstipps für einen Südkorea-Urlaub
Die meisten Risiken betreffen weniger klassische Straßenkriminalität als Wetter, Menschenansammlungen und einzelne besondere Situationen.
| Diebstahl und Kleinkriminalität | Kriminalität gegen ausländische Besucher ist selten, vereinzelte Diebstähle kommen jedoch vor.[3][4] Bewahren Sie Reisepass, Geld und Smartphone besonders in großen Menschenmengen sicher auf. |
| Manipulierte Getränke | In den Seouler Ausgehvierteln Hongdae und Itaewon wurden vereinzelt Getränke mit betäubenden Substanzen manipuliert; anschließend kam es auch zu sexuellen Übergriffen.[3] Lassen Sie Getränke in Bars und Clubs nicht unbeaufsichtigt. |
| Demonstrationen | Größere Kundgebungen sind insbesondere in Seoul häufig und verlaufen überwiegend friedlich.[3][4] Halten Sie Abstand zu Demonstrationen; ausländische Staatsangehörige dürfen sich nach südkoreanischem Recht nicht an politischen Aktivitäten beteiligen.[4] |
| Spannungen mit Nordkorea | Militärische Spannungen können kurzfristig zunehmen, etwa nach Raketentests oder Militärübungen.[3][4] Verfolgen Sie lokale Nachrichten und beachten Sie Warnmeldungen der Behörden. |
| Notfall- und Zivilschutzübungen | Regelmäßig finden landesweite Übungen statt, bei denen Sirenen ertönen und der Verkehr zeitweise gestoppt werden kann.[3] Folgen Sie in solchen Situationen den Anweisungen der Behörden und nutzen Sie bei Bedarf die Emergency Ready App. |
| Taifune und Starkregen | Insbesondere zwischen Juli und September können Taifune, heftige Regenfälle und Überschwemmungen den Reiseverkehr beeinträchtigen.[3] Prüfen Sie vor Ausflügen die Wetterlage und respektieren Sie Straßensperren. |
| Erdrutsche und Wanderungen | Starkregen kann vor allem in hügeligen und bergigen Regionen Erdrutsche auslösen.[3][4] Unternehmen Sie bei Unwetterwarnungen keine längeren Bergwanderungen und beachten Sie gesperrte Wege. |
| Erdbeben | Südkorea liegt in einer seismisch aktiven Zone. Starke Erdbeben sind selten, können jedoch auftreten.[3][4] Beachten Sie im Ereignisfall lokale Warnmeldungen und Evakuierungsanweisungen. |
| Drogen | Auch der Besitz kleiner Mengen illegaler Drogen kann zu hohen Haftstrafen führen; das südkoreanische Recht unterscheidet nicht zwischen sogenannten weichen und harten Drogen.[3] Informieren Sie sich auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten vor der Einreise über mögliche Beschränkungen. |
| Militäranlagen und Drohnen | Militärische Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden, und für den Betrieb von Drohnen können Genehmigungen erforderlich sein.[3] Beachten Sie lokale Schilder und verzichten Sie im Zweifel auf Aufnahmen. |
Kriminalitätsindex ausgewählter Städte in Südkorea
Numbeo veröffentlicht für mehrere große Städte und Reiseziele aktuelle Einzelwerte. Für die folgende Übersicht wird ausschließlich der Kriminalitätsindex verwendet.[6][7][8][9][10]
| Jeju-si | 45,12 |
| Busan | 32,70 |
| Incheon | 32,18 |
| Daegu | 30,19 |
| Seoul | 25,42 |
* Die Werte entsprechen dem jeweiligen Stand der Quellen und können sich im Laufe der Zeit verändern.
Jeju-si weist in dieser Auswahl den höchsten Kriminalitätsindex auf, Seoul den niedrigsten. Der Jeju-Wert basiert allerdings auf deutlich weniger Bewertungen und sollte entsprechend vorsichtig interpretiert werden.[6][7][8][9][10]
Wo in Südkorea übernachten? Die besten Unterkünfte
Für die erste Südkorea-Reise bietet sich Seoul als wichtigste Basis an. Wer mehr vom Land sehen möchte, kann den Aufenthalt mit Busan, Jeju oder Gyeongju kombinieren.
* Mit einem Sternchen gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Südkorea mit geführten Touren erkunden
Geführte Touren werden besonders in Seoul, Busan, Gyeongju und auf Jeju angeboten. Auch Ausflüge in Richtung der demilitarisierten Zone können organisiert stattfinden, wobei aktuelle Zugangsbeschränkungen und behördliche Anweisungen beachtet werden müssen.
Notrufnummern in Südkorea
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst verfügen über landesweit einheitliche Notrufnummern. Für Reisende gibt es zusätzlich eine mehrsprachige Touristen-Hotline.[11]
| Polizei | 112 |
| Feuerwehr | 119 |
| Rettungsdienst | 119 |
| Korea Tourism Organization – Hotline | 1330 |
| Deutsche Botschaft Seoul – Bereitschaftsdienst | +82 (0)10 5240 7124 |
Die Touristen-Hotline 1330 bietet mehrsprachige Unterstützung und kann auch bei der Verständigung mit Rettungsdiensten helfen.[11] Den Bereitschaftsdienst der Deutschen Botschaft erreichen deutsche Staatsangehörige außerhalb der regulären Öffnungszeiten in dringenden Notfällen. Aktuelle Kontaktdaten finden Sie auf der Website der Deutschen Botschaft Seoul.[12]
Schlusswort
Südkorea ist für Touristen insgesamt ein sehr sicheres Reiseland. Gewaltkriminalität und Taschendiebstahl sind selten, während Seoul, Busan, Jeju und andere bekannte Reiseziele mit normalen Vorsichtsmaßnahmen gut besucht werden können.[1][3]
Die wichtigsten praktischen Risiken entstehen eher durch saisonale Taifune und Starkregen, größere Demonstrationen sowie kurzfristige Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Wer Wetterwarnungen und Behördenhinweise beachtet, kann das Land in der Regel ohne besondere Sicherheitsprobleme bereisen.[3][4]
Verwendete Quellen:
- [1] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/land/Sudkorea
- [2] https://www.travelsafe-abroad.com/south-korea/
- [3] https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/korearepubliksicherheit-216132
- [4] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/south-korea/safety-and-security
- [5] https://travel.state.gov/en/international-travel/travel-advisories/south-korea.html
- [6] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Seoul
- [7] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Busan
- [8] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Incheon
- [9] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Daegu
- [10] https://de.numbeo.com/kriminalit%C3%A4t/stadt/Jeju-si-Sudkorea
- [11] https://www.gov.uk/foreign-travel-advice/south-korea/getting-help
- [12] https://seoul.diplo.de/kr-de/service/hilfe-fuer-deutsche-1693950






